Hupf, Bohne, hupf!

Hupf, Bohne, hupf ! © Liz Collet

Hupf, Bohne, hupf ! © Liz Collet

Espresso und Kaffee “nur” als Getränk?  Verstehen wir uns nicht falsch – beides pur in Tasse: unwiderstehlich. Aber nach dem Grundsatz: Das eine geniessen, auf mehr und anderes nicht verzichten, lässt sich mit den kleinen Schlingeln noch weit mehr anfangen. Was ich persönlich liebe, ist der Einsatz von Espresso bei der Zubereitung von Desserts und Gebäck. Es kann, muss aber nicht immer die klassische Tiramisù sein. Macarons sind ein perfektes Beispiel, bei denen man in der Füllung Espresso verwenden kann, aber auch im Gebäck selbst.

An Wintertagen ist beispielsweise ein marmorierter Cappuccino-Mandel-Guglhupf ein verführerischer Kuchen zu Kaffee und Kaffesspezialitäten aller Art. Und Latte-Macchiato-Muffins sind auch für Überraschungsbesucher schnell zubereitet für eine Kaffeestunde oder auch zwei.

Manche der Resultate landen dann wiederum auch in Formen, wie Parfait, oder in der Tasse.  Oder vielmehr: In den verschiedensten Tassen und Tässchen. Espressotässchen, Cappuccinotassen, Kaffee- und Moccatassen und manche im Glas. Wie ein Trifle à L’Orange. Je nach Anlass für und Stil von Menüs ist die Vielfalt von Möglichkeiten damit schier unbegrenzt. Auch bei diesem Lebkuchen-Trüffel-Törtchen an Wildbeeren für das Festtagsmenü fehlte nicht ein wenig Espresso im Dessert. Und zum Espresso am Ende eines Menüs passen wunderbar hausgemachte  Schokoladen-Trüffel wie diese mit Kardamom und anderen Gewürzvarianten, wie Zimt oder Whiskey und Kaffee beispielsweise.

Auch für die Tafel an den kommenden Festtagen zu Weihnachten und Sylvester wie Neujahr ist mit wenig Aufwand ein Augen- und Gaumenschmankerl für Sie und Ihre Gäste kinderleicht zu servieren und für Sie und Ihre Gäste auch gut vorzubereiten, so dass Sie stressfrei für Familie und Gäste Zeit und Muße haben.

Wären Sie auf die Idee gekommen, Espresso mit Rosenblüten für ein Dessert zu kombinieren? Wir schon.

Panna Cotta mit Chantilly Cream und Mandelblättchen  © Liz Collet

Panna Cotta mit Chantilly Cream und Mandelblättchen © Liz Collet

Oder darauf, mal nicht eine kleine, feingemahlene Prise Kardamom in Ihren Kaffee zu geben, wenn Sie diesen trinken, sondern als Zutat in eine leicht angeheiterte oder auch ohne “Schwipps” servierbare Variante in der Tasse in Form einer Kardamom-Espresso-Mousse?

Auch diese lässt sich übrigens gut gestürzt servieren und mit Früchten der Saison und mit winterlichen, auch exotischen Zutaten anrichten, wie Orangen, Physalis, Mandarinen und dazu Pistazien, Mandeln oder Walnüssen.

Aber schon ganz unkomplizierte Varianten wie eine Panna Cotta di Espresso sind mit bersteinfarbenem, leuchtendem Karamell

Wie Bersteintropfen   © Liz Collet

Wie Bersteintropfen © Liz Collet

Genuss pur.

Panna Cotta di Espresso     © Liz Collet

Panna Cotta di Espresso © Liz Collet

Mein Rezept dazu ? Gern, voilà:

Zutaten für 4 Personen:

15 Espresso- oder Kaffeebohnen
500 ml Sahne
1/2 Vanilleschote, das Mark davon
3 El Zucker
3 Blatt weisse Gelatine

Zubereitung:

Tipps: Am leichtesten ist es für Sie von der Vorbereitung, wenn Sie am Morgen des Tags vor dem Festessen mit dem ersten Schritt beginnen und den zweiten Schritt am Vorabend erledigen, dann haben Sie am Festtag selbst nur noch das Topping oder die Garnitur zu vollenden.

1. Überreden Sie die Espressobohnen zu einem Bean-Flashmob in einer beschichteten Pfanne und erhitzen Sie diese dann sacht und die Bohnen darin so schwenkend, dass sie zwar anrösten, aber nicht “verbrennen”. Die Bohnen dann in einen Gefrierbeutel geben, mit dem Plattiereisen oder einem Schnitzelhammer (Schnitzelklopfer) grob zerstossen. Sahne in kurz in einem Topf erhitzen, die zerstossenen Espressobohnen hinzufügen, abdecken und nach dem Abkühlen 12 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

2. Erhitzen Sie die Sahne mit den Bohnen darin, giessen Sie diese dann durch ein Kaffeefilter in einen zweiten Topf, fügen Sie dann den Zucker, das Mark der Vanilleschote und die Vanilleschote hinzu und lassen Sie die Sahnemischung dann bei schwacher Hitze aufkochen und ca 8 Minuten köcheln.
Währenddessen weichen Sie die Gelatine in kaltem Wasser ein.
Ziehen Sie den Topf mit der Sahne vom Herd, entfernen Sie dann die Vanilleschote, drücken Sie die Gelatine gut aus und lösen sie die Gelatine unter Rühren in der noch heissen Vanillesahne auf.
Verteilen Sie dann die Vanillesahne in 4 Portionsförmchen oder Tassen Ihrer Wahl. Decken Sie diese ab und lassen Sie die Förmchen im Kühlschrank mindestens 6 Stunden fest werden (am besten über Nacht).

3.
Wenn Sie dazu Sahne-Karamell-Sirup servieren wollen, empfehle ich Ihnen dieses Rezept der Küchengötter von GU, Sie bnötigen dann noch
1 Vanilleschote
100 g Zucker
100 g Sahne
neben den Zutaten für die Panna Cotta selbst, die oben genannt waren.

4. Wenn Sie lieber Karamellgitter oder andere Karamellformen dazu servieren wollen, ist auch das nicht schwierig, erfordert aber Vorsicht bei der Arbeit mit heissem Zucker. Diesen Arbeitsschritt können Sie ebenfalls gut am Vortag erledigen.

Für das Karamellgitter ein Stück Backpapier auf der Arbeitsfläche ausbreiten. 4 EL Zucker  in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und unter Rühren goldgelb karamellisieren lassen. Den Topf von der Kochstelle nehmen und den Karamell sofort mit einem kleinen Löffel gitterförmig nach Wunsch in verschiedenen Formen (Herz, Vierecke, Kreise mit Gitter darin) auf  das Backpapier träufeln. Die Karamellgitter abkühlen lassen.

5. Vor dem Servieren können Sie die Panna Cotta entweder stürzen oder in der Form oder Tasse garnieren und darin servieren. Wenn Sie diese stürzen wollen, kurz mit der Form in heisses Wasser tauchen und mit einem spitzen Messer vorsichtig vom Rand lösen und dann auf die Dessertteller stürzen. Ich persönlich finde Panna Cotta di Espresso in passenden Kaffeetassen am charmantesten. Träufeln Sie entweder etwas von dem Karamell-Sirup auf die Panna Cotta in der Tasse oder um das gestürzte Dessert herum oder garnieren Sie diese mit dem Karamellgitter.

Je nach Vorliebe können Sie auch einen Klecks Chantilly-Cream oder etwas Puderzucker oder mit einer Prise Zimt gemischten Puderzucker darüber sieben oder mit Früchten der Saison garnieren. Ein fruchtiges Orangenfilet (je nach Vorliebe in etwas Likör mariniert) beispielsweise oder Sauerkirschen (auch diese können in Kirschlikör mariniert worden sein) passen ebenso dazu wie Himbeerfruchtpüree.

Übrigens….auch in einer

gibt ein wenig Aroma von Espresso oder Kaffee oder Kaffeelikör eine feine Geschmacksnote.

Lust auf weitere Rezepte? Dann blinzeln Sie bitte jederzeit gern wieder  herein – die hier gezeigten erhalten Sie gern auf Anfrage, neue und weitere finden Sie hier regelmässig in den folgenden Posts. Bis dahin – und auf eine nächste Tasse Kaffee?

Ich würde mich freuen.

Tiramisù © Liz Collet

Tiramisù © Liz Collet

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2 thoughts on “Hupf, Bohne, hupf!

  1. Pingback: Neues Jahr, Neue…….. *1 « Smooth Breeze 7's

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