Not Only for Tuesdays: Tea Time For Two

  Sweeten Your Teatime © Liz Collet

Sweeten Your Teatime © Liz Collet

Wie ist das bei Ihnen ? Trinken Sie Ihren Tee gesüsst? Ungesüsst? Kommt es auf den Tee an, ob Sie ihn süssen oder nicht? Oder auf Ihre Tageslaune oder Tageszeit? Süssen Sie ihn mit Zucker, Rohrzucker, Süßstoff, Honig oder Kandis? Haben sich Ihre Gewohnheiten geändert im Laufe der Zeit? Früher gesüsst, heute nicht mehr? Oder umgekehrt? Oder hängt es von der Jahreszeit ab, ob Sie das Bedürfnis haben, ihn zu süssen? Oder wie es Ihnen gerade geht? Oder müssen Sie vielleicht aus gesundheitlichen Gründen darauf verzichten?

Oder trinken Sie ihn ganz und gar ungesüsst, so wie ich? Heute jedenfalls ist dies so.

Während meiner Kindheit  wurde bei uns hautpsächlich schwarzer Assam- oder Ceylontee getrunken, den man mit Milch oder Zitronensaft oder Zitronenzesten (meine bevorzugte Version ist frischer Zitronensaft) und nach persönlicher Vorliebe auch mit Zucker süsste.

In schwarzen Tee gebe ich seit langem und gerade im herbst gern auch mal eine oder zwei Zimtblüten, bereits in die Kanne. Oder auch Zimt bzw Zimtstücke. Oder das Stück einer Vanillestange, nachdem diese bereits um ihr Vanillemark beraubt wurde.

Kamillentee wurde getrunken, wenn man krank war. Und so verband man schnell seinen Duft und Geschmack mit Tagen, die man lieber schnell wieder hinter sich hatte. Pfefferminztee wurde manchmal abends getrunken.

Bei meinen Grosseltern, bei denen ich im Allgäu viel Zeit verbringen durfte, wurde wenig schwarzer Tee getrunken. Stattdessen eher Kaffee. Oder Kamillen- und Pfefferminztee. Die Blüten für den Kamillentee sammelte meine Grossmutter in der Natur selbst. Und wenn ich bei ihr war, half ich schon als Kind gern und fleissig mit. Es waren nicht die einzigen Zutaten für das tägliche Leben, die ich bei und mit meinen Grosseltern zu sammeln und zu schätzen lernte und auch, wie man sie behandelt , um sie als Vorratsschätzchen in der kalten Jahreszeit geniessen zu können und wie man sie zubereitet und verwendet.

So wurden die Kamillenblüten sofort nach dem Heimkommen auf einem der alten Holz- und Tapezierertische und dort ausgebreitetem sauberem Papier ausgelegt, die im hellen Speicher des Hauses standen, in dem meine Grosseltern lebten. Dieser Speicher war durch Dachfenster an sonnigen Tagen lichtdurchflutet und die Wärme des Sonnenlichtes liess Holz der Tische und auch der Balken und Pfosten dortiger Abteile anderer Bewohner des Hauses ebenso Geruch von Holz verströmen, wie den von dort trocknenden Zutaten aus der Natur. Nicht alle durfte man dem direkten Sonnenlicht aussetzen, damit sie ihren vollen Genuss und Aromen behielten. Zu den Zutaten, die dort getrocknet wurden, gehörten auch selbst gesammelte Schwammerl, Brombeerblätter, die ebenfalls als Tee verwendet werden können, Kamille natürlich, aber auch verschiedene Kräuter aus Wald und Wiese und dem kleinen Fleckerl Garten, den meine Grossmutter einige Jahre lang gepachtet hatte und in dem sie Kräuter, Salate, Gemüse und Blumen pflanzte und erntete.

Hatten die getrockneten Zutaten den richtigen Zustand für die Vorratshaltung erreicht, wurden sie in geeignete Behältnisse gefüllt, jedes nach seiner Art. Die einen in dunkle Schraubgläser, die anderen in Blechdosen, mit Pergament ausgelegt oder in Papiertütchen oder gebunden wie Lavendel in den Schrank gehängt. Kamille kam in Schraubgläser. Und hinter die selbstgenähten Stoffvorhänge, welche meine Grossmutter vor offene Regale auf Vintragestangen gespannt hatte. Hinter denen auch andere Schätze, wie die Einmachgläser mit Obst, Gurken, Bratheringen, Gemüsen und Marmeladen verwahrte, bis sie verwendet wurden. Regale und Schränke, auf denen in Reih und Glied die Äpfel lagen, die im Herbst geerntet dort Stück für Stück auf den ihnen bestimmten Weg und Schicksal warten durften. Und einen süßsäuerlichen Duft verströmten. Ein Aroma, das sie auch dem Strudel und Apfelkuchen oder Apfelmus  schenkten, wenn sie als solche Karriere machten. Und dabei nicht (immer und alle) verwendeten Schalen oder Apfelringe wurden aufgefädelt und getrocknet ebenfalls zu Tee und Teearoma der natürlichen Art und zauberten zudem ebenfalls  Duftaromen in den Raum.

Bei meinen Grosseltern wurde Tee – wenn überhaupt und nur selten – mit Honig gesüsst. Ich verzichtete schon als Kind ganz darauf. Bei allen Teesorten. Nur wenn ich beim Segeln an der Küste, im Wattenmeer oder dann auf einer der dortigen Inseln bin, dann – und nur dann – mag ich ihn mit den üblichen Sahnewölkchen darin, die entstehen, wenn man die Sahne über den Löffeln in die Tasse laufen lässt. Und ………….mit Kandis. Es liegt nicht so sehr daran, dass man ihn dort so trinkt und das dann eben alle so machen. Er schmeckt mir seltsamerweise dann dort einfach nur so. Ob es an einem anderen Härtegrad des Teewassers liegt, an damit anderem Aroma des Tees, an der herrlichen mehr oder minder stürmischen Brise und jeweiliger Wetterlage, kann und will ich gar nicht ergründen. Manche Dinge sind auch unerklärt einfach nur Genuss. Und Ritual.

Eines der – wie man hört – besten Rituale, um sich die Teatime zu versüssen, soll nach wie vor sein, sie zu teilen. Mit jemandem, mit dem die Zeit nicht lang wird. Und mehr als eine Kannee Tee auf dem Stövchen gefüllt und mit Genuss geleert werden, bevor man merkt, wie die Zeit verflogen ist. Geht Ihnen das auch so?

 

Die Motive zu diesen Bildern passen nicht nur in manchen Teeladen und Teestube (als Poster und gerahmte Bilder mit verschiedenen Passepartouts oder als Post- und Grusskarten für Ihre Gäste und Urlaubsgäste, sie sind auch hübsch als Einladungskarten für Ihre nächste Klönrunde und Teatime mit netten Menschen. Sie bekommen Sie hier fix und fertig gedruckt (Das Motiv mit den beiden Damen in der Teatime hier mit Infos zu den verschiedenen Prints).

Wenn Sie diese lieber bei mir direkt erwerben wollen, nehmen Sie bitte wegen Details Kontakt mit mir auf.

Sie können aber auch herzlich gern Nutzungsrechte zu den Motiven erwerben, um sie selbst online oder für Prints zu verwenden, Details dazu auf Anfrage. Auch sonst: Fragen, Wünsche zu diesem oder weiteren meiner Fotoarbeiten oder individuellen Fotos und Motiven ? Jederzeit, gern.

Und nun : einen schönen Feiertagsnachmittag für Sie  – mit Tee oder Kaffee.

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