Tee-Ei………oder lieber Heels?

Tee-Ei © Liz Collet

Tee-Ei © Liz Collet

Das Tee-Ei war lange Zeit verpönt. Jetzt feiert es seit einiger Zeit ein Comeback – in bunten, teils witzigen, teils eher plumpen und platten Witzversionen. Teils in Silikon, Edelstahl, Kombiversionen. Oder gar als Infuseur in Pump-Form wie hier. Vielleicht ein neckisches Geschenk, aber würden Sie es verwenden? Auch über Tee-“Eier”, die als Titanic in der britischen oder anderen Teetasse untergehen und selbst dann und im Untergang noch Zeit zum Teetrinken symbolisieren? Über Geschmack und Humor (auch wenn ich viel schwarzen und makabren Humor besitze) kann man trefflich unterschiedlicher Meinung sein. Nicht nur beim Blatt, das man vom Tee verwendet.

Lassen Sie sich verführen? Und wie? Mit Pomp und Circumstance, pardon: Pumps und bis zur Titanic? 😉  Am liebsten vielleicht bei einer Tasse Tee?
Und wenn Sie ganz übermütig sind, vielleicht sogar mit hausgemachten Praliné-Trüffeln, wie meinen hier im Bild? Jaha, Gaumenschmeicheleien de Luxe. Sie sehen harmlos aus. Wenn ich aber Schokolade mit Aromen zum Spielen schicke und verkupple, werden unwiderstehliche kleine Sünden daraus. Aber man muss ja nicht gleich dutzendweise wegschlingen, was an Schlingeln in Versuchung führen will. Eine………ist Genuss. Mit Genuss schmelzend. *Versprochen*

Und auch klassisch als Ei in unterschiedlichen Grössen und bisschen variierend in der Detailform. Aber auch von dieser ausgehend in motivisch passenden Formen zum Thema Tee. Die Mini-Teekanne, wie Sie diese bereits seit einigen Jahren von meinen Fotos kennen, habe ich mir vor rund 10 Jahren von Vortragsterminen in Irland mitgebracht. Inzwischen findet man sie auch hierzulande. Sie ist ideal, wenn Sie eine Tasse oder ein kleines Kännchen Tee aufgiessen wollen und hat den Vorteil des kleinen Ablagetellers. Diesen Nachteil gleicht auch das Modell des  ansonsten durchaus hübschen Cuilleres infuseur inox nicht aus, obwohl das Modell auf der Untertasse abgelegt immerhin schon kaum noch anders als ein Löffel anmuten mag.

Das Fehlen einer Ablage ist ein Manko bei den Infuseurs, wie man sie in Frankreich vor allem und in optisch vielfach sehr elegant anmutenden sog. Teestäben findet. Wer möchte diese in der Tasse stehen lassen, wenn er diese zum Trinken ansetzt? Wo also legen Sie ihn dann ab? Auf der Untertasse? Wenn Sie eine solche und kein Teeglas oder Teebecher benutzen, ist das möglich. Sonst aber benötigen Sie einen anderen Teller oder geeignete Ablagemöglichkeit. Dieses Problem löst auch Alessi nicht bei diesem Set, das mich wegen der zauberhaften Teetasse sonst in Versuchung führen könnte.

Eine optisch ansprechende Version eines Teebeutels aus Edelstahl zeigt dieser Infuseur à thé Eva Solo acier et silicone, auch wenn ich selbst kein wirklicher Freund von Silikon bin. Nicht nur bei Backformen mag ich mich nicht recht daran gewöhnen. Aus unterschiedlichen Gründen, aber über dieses Thema bei Backformen aus Silikon wird demnächst im foodblog ein eigener Artikel erscheinen. Hier dient das Silikon-Läppchen nicht beim Aufguss im Wasser als Material, sondern nur als Griff.

Zwei andere Modelle haben jedoch noch meinen Blick eingefangen. Wie Ihnen sicher ebenfalls schon aufgefallen ist, sind seit rund einem bis anderthalb Jahren Anbieter von Tee in Form von Teebeuteln dazu übergegangen, diese nicht in klassischer Beutelform anzubieten, sondern in Form von Pyramiden. Das wird damit begründet, dass dann das Aroma sich besser entfalten könne. Lassen wir beiseite, dass es das noch viel besser kann mit einem in Tasse oder Kanne einhängbarem Teefilter oder einer Teezange mit einem Durchmesser in der Siebkugel, die das ebenso ermöglicht. Bei Angeboten von Teefiltern in Pyramidenform achten Sie bitte auch darauf, wieviel Teebeutel (weniger) Sie dann im Vergleich zu anderen Angeboten mit “normalen” Teebeuteln noch in der Packung haben. Nach Zahl der Teebeutel und damit Portionen für Sie. Und natürlich auch auf die Mengenangaben. Wenn Sie experminentierfreudig sind (wie ich), dann kaufen Sie von jeder Version eine Packung und giessen je einen “normalen” und einen pyramidalen teebeutel desselben Tees /Herstellers auf und verkosten diese dann im direkten Vergleich. Sollten Sie dann zu dem für Sie wahrnehmbaren Unterschied in Geschmack und Aroma kommen, den man Ihnen beim Produkt schildert und verkaufen möchte, dann können Sie natürlich die in der Regel deutlich  teureren pyramidalen Teebeutel kaufen.

Oder Sie verwenden vielleicht doch lieber losen Tee. Und verwenden eine wiederverwendbare und damit zumal bei Teebeutel selbst und der Verpackung umweltfreundlichere Variante. Zwei habe ich dazu entdeckt:

Diesen Infuseur à thé pyramide, der sowohl in Teetasse wie -Kännchen passt , wenn im Kännchen 4,5 cm im Carré hineinpassen. (TIPP: Abmessen! Das Eckige soll ja schliesslich ins Runde und geht da nicht so leicht rein, wie Tee-Ei und – Filter).Interessant daran finde ich, dass er sich nicht nur für Tee eignet, sondern auch für Gewürze oder Blüten, mit denen man beispielsweise Milch oder Sahne für Desserts aromatisieren möchte und die Aromen dazu in die heisse Flüssigkeit gehängt, gut in solchen Formen entfaltet werden. Edelstahl nimmt dabei Aromen nicht an und kann prinzipiell für beides verwendet werden. Trotzdem pflege ich persönlich, Siebe, Filter und ähnliches Zubehör zu trennen und nicht für beides zu verwenden.

Und als Alternative diesen etwas kleiner mit 3,5 cm an der Kantenlänge Infuseur à thé triangle, an dem mir zudem besonders gefällt, dass er eine kleine Ablage hat.

Ausserdem habe ich hier noch einige Exemplare anderer Tee-Eier, Tee-Sticks und -Stäbe zusammengestellt, die interessant für Sie sein könnten:

Infuseur pyramide

Geniessen Sie einen kleinen Schaufensterbummel – vielleicht auch am liebsten bei einer Kanne oder Tasse Tee? Ruling Britannia? 😉

Kännchenportion © Liz Collet

Kännchenportion © Liz Collet

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One thought on “Tee-Ei………oder lieber Heels?

  1. Pingback: Haltbarkeit von Tee? | Liz Collet's Espresso Cup & Chocolat

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