Bahlsen on Tour: Sweet on Streets

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Date mit Espresso und Mandelcookies © Liz Collet

Ein Unternehmen mit rund 125 jähriger Geschichte und Tradition, das mit einem Bekanntheitsgrad von 99% (“so bekannt wie der Kanzler seinerzeit”) in nahezu aller Munde ist, obgleich das Kaffeekränzchen aus der Mode sei: Bahlsen. Das Gebäck indessen ist es nicht, das zum Kaffee wie zum Tee und auch rund um die Uhr sonst genascht wird.

Bahlsen spricht man heute vom „Keks 2.0“ oder der „Snacking Society“, bietet Frühstückskekse inklusive Weizenvollkornmehl, Hafer und Dinkel für alle, die schon morgens eher wenig Zeit haben.

Nah am Volk, wie am Puls der Zeit geht man beim Unternehmen mit Trends und der Zeit und auf die Strasse, aktuell mit  BAHLSEN Sweet on Streets. Der Auftakt beim Hamburger Hafengeburtstag, die Tour durch mehrere Städte. Und social media Nutzer nutzend als unerschöpfliches und räumlich wie zeitlich unbegrenztes Marketinginstrument: Die Zielgruppe wirbt selbst für die Zielgruppe. Wie viele andere Unternehmen auch. Mit der Zeit gehend.

Ein geschickter Schachzug, der dem Unternehmen anders als andere “Züge”, denen bei der Qual der Wahl offenkundig vor dem Ziel und den Zielgruppen die Puste aus der Luftblase auszugehen scheint, auch Erfolg beschert. Obgleich die Produkte nicht zu den low budget Artikeln im Handeln gehören. Aber vielleicht, weil sie nicht nur 52 Zähne haben, sondern auch kernig genug sind, um Biss zu beweisen, wenn es um Langstreckenläufe in der Geschichte und des Unternehmens geht. Davon könnte sich mancher, der sein “Produkt” und “Programm” zur Wahl stellt, eine Scheibe abschneiden, der mit (angeblichen*1) 100% Zustimmung nur aus eigenen Reihen wuchernd, Zielgruppen erreichen und gewinnen wollte.

Bei Keksen und Gebäck ist es leichter – Geschmack entscheidet. Meistens. Primär. Was dem Wähler unter den Angeboten schmeckt. Um den Preis, den es ihn kostet. Und unter Abwägung mit anderen Faktoren, die ihn mehr oder weniger jenseits eigenen Geschmacks und eigener Belange interessieren. Wie Zutaten und Inhalt des für ihn geschnürten Päckchens. Arbeitsbedingungen anderer, die beim Verpacken und Herstellen des Inhalts mitwirken, gegebenenfalls. Und vielleicht, wer ausser ihm selbst von Produkt, Produktion und Produktionsbedingungen Profit hat und profitiert. Ein Blick, ein Gedanke, was in der Tüte ist und nicht nur hübsch verpackt vermarktet wird, würde lohnen. Wer profitiert von Angeboten, die zur Wahl stehen? Was kommt in die Tüte, was kommt in die Lohntüte? Wo und für wieviele? Unter anderem in Form von Arbeitsplätzen. Und nicht nur in Form von Marktplätzen, auf denen ein Anbieter seinen Profit macht. Auch mit dem Marketing jener Zielgruppen, die mit oder ohne eigenem Arbeitsplatz und Erwerbseinkommen, für den Anbieter kostenlos und als unerschöpfliches Potential als Influencer Werbung machen. Sweet on Streets, real wie virtuell. Social medial, global.

Der Sitz von Bahlsen ist Hannover. Produziert wird aber nicht mehr nur in Hannover, sondern in den Werken in Barsinghausen nahe Hannover, im friesischen Varel, in Berlin sowie in zwei Werken in Polen (in Skawina und Jawornik). Wenn die Rede davon ist, dass “Bahlsens Herz 2700 mal schlage”, wäre es schön zu wissen, wieviele Arbeitsplätze davon in Deutschland liegen, ob und wieviele davon Vollzeitbeschäftigte sind, wie es mit dem Anteil an familienverträglichen Arbeitsplätzen und der Rückkehrmöglichkeit von Mitarbeitern nach Schwangerschaft und Erziehungs(teil-)zeiten steht, wie der Anteil von Frauen und Männern dabei sich verteilt, etc. Wieviele barrierefreie Arbeitsplätze angeboten werden und besetzt sind und wieviele Mitarbeiter beschäftigt werden, die in irgendeiner Weise behindert sind – wie steht es mit der Beschäftigungsverpflichtung und der Ausgleichsabgabe in Zahlen bei Bahlsen? Oder wie steht es mit Zahlen, zu welchen Arbeitskonditionen wieviele Mitarbeiter ausserhalb Deutschlands beschäftigt sind? DAS aber leider ist HIER dann nicht zu lesen.

Aber das interessiert die hunderte und tausende Influencer ja auch nur teilweise, wenn überhaupt, die sich für Sweet on Streets social medial mit eigenem Namen und Gesicht werbend für ein Produkt inszenieren und instrumentalisieren lassen. Für dieses wie andere Unternehmen auch. Hypes sind leicht zu trenden, flugs lassen sich nicht wenige vor manchen Zug spannen und als Wahlhelfer einspannen. Für Entscheidungen, welchem Keks man seine Stimme geben sollte. Heutzutage gehen in manchen Bereichen Züge mit viel Luft und Dampf der neu vor den Zug gespannten Lok an den Start. Nicht jeder Zug erreicht das Ziel. Nicht jeder Schachzug gelingt à la longue. Bei manchen ist das gut so.

Das Unternehmen Bahlsen sieht Marktpotentiale im arabischen Raum und China und geht auch dort mit Trend der Zeit und angepasst an Wünsche der dortigen Zielgruppen. Runde Kekse in China als Glückssymbol, lieber Frucht- als andere Füllungen dort. Im arabischen Raum sieht man Potential bei verheirateten Frauen, die Gäste am Vormittag zu Tee und Keksen bitten. Wir enthalten uns an dieser Stelle die Gedanken zu vertiefen, ob und wieviele von dort Selfies beisteuern werden. Aber das enthüllt das Unternehmen ja vielleicht dereinst auch noch? On va voir. Über diese und andere Dinge kann man ja mal in Ruhe nachdenken oder sich unterhalten, bei der einen oder anderen (auch geselligen) Kaffee- oder Teepause, während man an einem guten Keks oder Gebäck knabbert. Gern auch an einem mit 52 Zähnen. 😉

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*1 : 100 % Zustimmung sind nur dann 100% Zustimmung, wenn alle Wahlberechtigten auch eine und dabei auch eine gültige Stimme abgeben. Nicht abgegebene und nicht gültige Stimmen machen aus 608 tatsächlichen und nur 605 gültigen real 99,5 % und nur scheinbare 100%. Und auch die nur aus eigenen Reihen, nicht aus der Gesamtzielgruppe der Wähler für das eigene Angebot an versprochenen “Leistungen”. Zahlen sind absolut, werden medial wie wahlmarketingtaktisch aber gern für Headlines aufgeplustert.

PS: MEIN Rezept für das im Bild zu sehende Gebäck finden Sie übrigens HIER

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